Die 5 wichtigsten Kriterien bei der Auswahl einer Yacht

Yacht-Hersteller gibt es viele – da hat man die Qual der Wahl, wenn man ein Boot chartern möchte. Viele Yachten unterscheiden sich nicht groß in Ihren Segeleigenschaften. Wenige Modelle, wie die Hanse mit Ihrer Selbstwendefock, haben ein Alleinstellungsmerkmal. Deswegen kommt es überwiegend auf die Ausstattungsmerkmale an. Gerne geben wir euch hier ein paar Anregungen, was wieso zu beachten ist:


1. Länge des Bootes
Je länger das Boot, desto schneller könnt ihr segeln. Deswegen überlegt euch vorab, ob ihr nicht eventuell noch ein paar Leute mehr mitnehmt, um ein größeres Schiff zu chartern. Größere Schiffe sind aber natürlich nicht nur teurer im Mietpreis, sondern kosten auch mehr Liegegebühr im Hafen. Wägt also ab, was euch wichtiger ist und wieviele Leute ihr zusammen bekommt und wieviele in einer Koje schlafen. 

2. Anzahl Kojen
Eine Koje ist kein Kingsize Bett und zwei fremde Menschen in einer Koje unterzubringen ist eher was für jung gebliebene. Wer also ohne Partner reist, sollte sich gut überlegen, ob er die Koje teilen will. Von einem Schlafplatz im Salon raten wir ab, denn es sammelt sich so schon viel Kram und wenn dann noch Bettzeug und Tasche im Salon rumfliegen, regiert das Chaos und es wird nervig.

3. Nasszellen
Viele denken, wir sind doch eh immer im Wasser, was brauche ich da mehr als ein Bad? Aber bei einer Woche an Bord sehnt sich jeder mal nach etwas Privatsphäre und wenn 6 Leute eine Toilette benutzen, wird es auch schnell dreckig. Spätestens ab 5 Personen an Bord raten wir euch 2 Toiletten zu nehmen. 

4. Alter der Yacht
Häufig ist man verleitet, wegen des günstigeren Preises eine ältere Yacht zu nehmen. Und man denkt sich vielleicht auch, da kann nicht mehr so viel kaputt gehen. Aber genau das ist das Problem: Vieles ist schon ausgeleiert, schließlich ist eine Yacht im Sommer täglich in Benutzung und entsprechend benutzt sind die Scharniere, Griffe und andere Dinge auch. Sprich es quietscht beim Schaukeln in der Nacht, die Schubfächer schließt nicht richtig oder reißen aus den Scharnieren.
Abgesehen davon haben ältere Boote auch keine hydraulischen Pumpen. Da heißt es Bein- und Armkraft einsetzen. Bei der Toilette mag das noch ok sein, beim Spülen wirds dann anstrengend.

5. Rollgroß vs. Lattengroß
Viele achten bei der Auswahl nicht darauf, welches Groß die Yacht hat. Dabei hat dies einen großen Einfluss auf euren Segeltörn.
Ein Rollgroß wird, wie der Name schon sagt, in den Mast eingerollt und verschwindet somit. Das ist erstmal ganz angenehm, weil man nicht so viele Hände benötigt, um das Segel aus- und einzuholen. Problem ist jedoch, dass sich das Groß beim Einholen leicht verheddert und man somit doch helfende Hände benötigt. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass die Form des Segels kein sportliches Segeln zulässt, da es nicht optimal geformt ist. Für Familien- oder kleine Crews, die es gerne entspannt angehen, ist das Rollgroß ok.
Das Lattengroß macht zwar etwas mehr Arbeit, bietet dafür aber wesentlich mehr Trimm-Möglichkeiten beim Segel und ist für sportliche Crews unbedingt empfehlenswert. Es wird manuell herunter gezogen und im Lazy-Jack verstaut.


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